Gitarrencisterbau: "Seitenteile" Seite 1

Pdrm5632.jpg (204362 Byte) Die Seitenteile müssen unbedingt auf ca. 2mm runtergehobelt werden, ansonsten wird es später problematisch die Teile zu biegen (vernünftig zu biegen). Ausserdem soll ja ein Resonanzverhalten erzeugt werden - umso dünner desto besser   (wenns stabil genug bleibt). Hier benutze ich ebenfalls, wie beim Boden, Mahaghoni. Achtung wieder bei sich ändernden Faserverlauf.
Pdrm5633.jpg (198535 Byte) Wenn die gewünschte Dicke erreicht ist wird glattgeschliffen.
Pdrm5634.jpg (182157 Byte) Nun säge ich die Breite aus, die die Seitenteile am Ende haben sollen.
Pdrm5635.jpg (198215 Byte) Die Brettchen werden ca. 1/2 Stunde im heissen Wasser eingelegt. Ein Metallrohr wird in den Schraubstock gespannt in das heisse Luft geblasen wird. Das Rohrende sollte fast ganz verschlossen sein. Wenn das Rohr heiss genug ist, werden die Seitenteile vorsichtig drüber gebogen. Man merkt wenn das Material nachgibt. Natürlich gilt: Vorsichtig und mit Gefühl. Ausserdem sollte aufgepasst werden, daß das Holz nicht allzu heiss wird. Ich habe zwischendurch Wasser auf die zu biegende Stelle gespritzt. Leider hatte ich keine Hand frei um den Biegefortschritt zu fotografieren.
Pdrm5636.jpg (184305 Byte) Die Seitenteile sollten immer an das Muster gehalten werden um dann zu sehen wo noch wieviel gebogen werden muss. Wenn diese fertig gebogen sind, sollten diese erst mal einen Tag liegen und einen Tag später nachgebogen werden - aber hier nur kurz nass spritzen. Zur eintägigen Lagerung habe ich das Seitenteil mit Holzklötzen am Muster fixiert.
Pdrm5628.jpg (155751 Byte) Damit die Seitenteile mit Decke und Boden eine gute Leimfläche bilden werden sog. Reiffchen aus einer Holzleiste gesägt. Entweder man macht kleine einzelne Klötzchen oder so wie ich: Man sägt so weit ein, daß gerade noch eine kleine Schicht des Holzes stehen bleibt.
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