Gitarrencisterbau: "Lackierung" Seite 1

Pdrm5678.jpg (194763 Byte) Nun kommt das wovor ich am meisten Angst hab - Die Lackierung. Da manche Holzsorten ziehmlich tiefe Poren haben (wie hier beim Mahagoni) müsste man erst mal Porenfüller benutzen. Da ich die gesamte Cister nur Klarlackieren möchte, versuche ich die tiefen "Täler" mit dem Klarlack zu füllen. Es stellt sich später heraus, daß es nicht ganz klappt, aber damit kann ich leben (um eine komplett glatte Fläche beim Mahagoni zu erreichen hörte ich schon von über 30 Lackschichten). Hier trage ich erst mal dünn den Lack auf (Kreuzeinstrich), damit sich sie Poren mit Lack zu (schliessen) setzen. Jeder Lackierschritt sollte einen Tag in trockner warmer Umgebung (nicht an der Heizung) aushärten.
Pdrm5679.jpg (202241 Byte) Der Lack sorgt nun dafür, daß sich die Maserungen aufstellen und die Oberfläche wird ziemlich rau- Hier nochmal schön mit einem feinen Schleilpapier (200 - 250er) drüber gehen, bis die Oberfläche wieder glatt ist. und eine zweite Schicht lackieren (Foto).
Pdrm5680.jpg (190406 Byte) Und erneut mit dem feinen Papier schmirgeln
Pdrm5681.jpg (156299 Byte) Nun wird alles abgeklebt, was nicht mitlackiert wird. Da der Lack nun DICK aufgetragen wird, ist es immer Sinnvoll, daß die Lackschicht Waagerecht aufgebracht wird. Wenn der Lack Senkrecht aufgetragen wird läuft er natürlich hinunter. Mist hab ich doch tatsache kein Foto gemacht vom Dicken Lackauftrag. Also der erste Dicke Lackauftrag war der Boden - Hierzu konnte ich die Cister schön auf den Bau legen und die Seitenteile wurden sauber abgeklebt. Nun kann man ruhig richtig nass Dick auftragen.
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Doch hier sieht man noch eins. Damit die Löcher der Mechaniken nicht voll laufen, habe ich mir einen besonderen Trick einfallen lassen.

Hier ist eine dicke Schicht Lack aufgetragen und die Cister muss wieder einen Tag trocken. Man sieht schön, wie ich die Seiten abgeklebt habe.

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Wenn alle dicken Schichten aufgetragen sind (das heisst - jeden Tag eine andere), wird nass abgeschliffen. Am besten macht mal dies mit 1000er Papier und man sollte es wirklich unter Wasser tauchen, sodaß es beim schleifen richtig schäumt.

Nun ich denk mal ich schreibe mal eine optimale Vorgehensweise auf, die ich im Zuge der Lackierung bemerkt habe. Am optimalsten wäre es:

Schritt1: Eine dünne Lackschicht auftragen. Immer wieder den Pinsel Kreuzen. Bitte einen teuren Pinsel besorgen - Tierhaar (Rothaarmarder oder so)

Schritt2: Nach eintrocknen (ca. 1 Tag bei guten 21 Grad) mit 200er Schleifpapier glätten

Schritt3: Schritte 1 und 2 wiederholen

Schritt 4: Eine dicke Lackschicht auftragen, ohne großartig immer zu vertreichen - Achtung wegen Nasen

Schritt 5: Wenn wieder trocken - "nass" abschleifen 600er oder besser noch feineres Papier.

Schritt 6: Ganz dünne Lackschicht auftragen ungefair wie in Schritt 1.

Schritt 7: Nach 2 wöchiger Trockenzeit mit Poliermaschine und Politur pollieren.

Pdrm5689.jpg (167729 Byte) Lackieren der Seitenteile
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