Gitarrencisterbau: "Das Griffbrett" Seite 1

Pdrm5583.jpg (190258 Byte) Das Griffbrett (hier aus Palisander) kommt als relativ dickes Brettchen zu Dir nach hause. Da es aber auch nur ca 4mm Dick sein darf, muss es heruntergehobelt werden. ACHTUNG: Palisander hat die schöne Eigenschaft, wie Butter in der Sonne zu schmelzen, wenn man mit einem Hobel drüberfährt. Also lieber einen kleinen Hobel nehmen (nicht wie im Bild), dann gehts nicht zu schnell.
Pdrm5584.jpg (186592 Byte) Da mein gesamter Hals eine Breite von 4,5cm beträgt und nicht nach unten hin breiter wird, kann ich (wie beim Hals) meine 4,5cm breite Latte nehmen und das Griffbrett bis zur Latte runterhobeln.
Pdrm5585.jpg (214582 Byte) Ja hier sieht man, daß ich einen kleinen Hobel genommen habe, da wie gesagt der Große zu viel Material abhebt. Damit das Griffbrett schön liegen bleibt habe ich es mit doppelseitigem Klebeband am Tisch festgeklebt.
Pdrm5586.jpg (172361 Byte) Jetzt gehts los: Nach meine Planung sollte die Mensur meiner Cister 580mm betragen. Das heisst: Vom Steg (oberer Auflagepunkt der Seite) bis zur Brücke (unterster Auflagepunkt der Seite) ist die Länge in der die Seite in der Luft hängt (Mensurlänge). nun gibt es im Internet ein Programm in dem man die Mensurlänge eingibt und der Spuckt genau die Bundabstände aus. findet man solch ein Programm nicht muss man selbst rechnen (geh ich vielleicht noch drauf ein). Als Liste augedruckt kann ich die einzelnen Bünde auf dem Griffbrett aufzeichen (Äusserst genau arbeiten, damit die sog. Bundreinheit erreicht werden kann).
Pdrm5587.jpg (192669 Byte) Die Bundschlitze werden nun ausgesägt. Hierzu gibt es extra sägen für teuer Geld, aber eine kleine Metallpucksäge erfüllte hier absolut ihren Zweck. ACHTUNG: Die Bundstäbchen dürfen erst reingeschlagen werden, wenn das Griffbrett auf den Hals aufgeleimt wurde. Ansonsten würde sich das Griffbrett biegen, da die Bundstäbchen das Material verdrängen. Mit der Säge habe ich erst mal leicht das Griffbrett eingesägt - sägen der genauen Tieife folgt:
Pdrm5588.jpg (199985 Byte) Nun müssen die PerlDots gesetzt werden. Hierzu zeiche ich auf den betreffendes Bünden an, wo diese später reinkommen und körne diese mit einem Körner vor (verhindert auch beim Holz ein abrutschen des Bohrers).
Pdrm5589.jpg (164139 Byte) Nun werden die Löcher für die Perl Dots gebohrt. Am besten macht man dies an einer Ständerbohrmachine, da man hier einen vernünftigen Anschlag einstellen kann.
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