Gitarrencisterbau: "Der Hals" Seite 1

Pdrm5559.jpg (193436 Byte) Der Hals wird als Holzbalken geliefert (sog. Halskantell). Diesen mit 80 Grad Winkel auf  Tischkreissäge, wie auf Bild, sägen. Dieser hier besteht aus Mahagoni.
Pdrm5560.jpg (154911 Byte) Noch zwei Teile werden gesägt für späteren Halsabschluss und Übergang zum Body
Pdrm5561.jpg (156457 Byte) Nun wird die Oberfläche des Halses bearbeitet. Dies geschieht mittels Hobel und für die Feinheiten mit einer Ziehklinge (Bild). Die Oberfläche des Halses muss absolut glatt und gerade sein - evtl. mit Winkel und Haarwinkel kontrollieren.
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Pdrm5563.jpg (196613 Byte) Nach erfolgreicher Bearbeitung werden die einzelnen Teile gefügt. Aber erst wenn diese wirklich glatt aufeinander liegen. Wenn mit anderen Holklötzen zum Leimen gearbeitet wird, immer etwas Zeitungspapier dazwischen, damit diese nicht mitgeleimt werden. Die Zeitungreste können Später weggeschliffen werden.
Pdrm5564.jpg (188722 Byte) Hobeln des Kopfes. Hier zeigt sich, ob sauber geleimt wurde bzw. vorher sauber und gerade gehobelt wurde. Achtung beim Hobeln: immer in Maserungsrichtung und immer mit scharfer Klinge. Bei einigen Holzsorten ändert sich die Maserung im Holz und verläuft plötlich waagerecht der nebenliegenden Maserung. Diese Stellen unbedingt einzeln bearbeiten. Hier beim Mahagoni der Fall.
Pdrm5565.jpg (175938 Byte) Fräsen der Halsnut. Gute Gitarren besitzen den sog. Tussrod (Halsstab) über diesen kann die Halskrümmung nachgestellt werden. Durch die ständige Saitenspannung krümmt sich der Hals, im Laufe der Jahre, immer weiter nach vorne und der Saitenabstand zum Griffbrett vergrößert sich. Mit einem Halsstab kann der Hals zurückgeholt werden. Da die Gitarrencister mit einer kleinen Mensur gebaut wird und somit der gesamte Hals kürzer ist, baue ich nur eine Halsverstärkung ein. Hier ein 5mm breites und 1cm tiefes Flachmetall (Kupfer). Hierzu wird eine Nut in den Hals gefräst. Die Fräsung erfolgt mit einer Oberfräse (kann auch die ganz billige sein).
Pdrm5567.jpg (204816 Byte) Den Stab klebe ich mit Holzleim ein, denn Holzleim klebt nahezu alles.

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